Forschung

beratungsNetzwerk hessen – Gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus (2007-2019)

Leiter des Demokratiezentrums im beratungsNetzwerk hessen und Wissenschaftliche Begleitung (Evaluation, Dokumentation) ; mehr… [Forschungsprojekt: beratungsNetzwerk hessen – Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus

(zusammen mit Prof. Dr. Benno Hafeneger)

Vorkommnisse mit rechtsextremistischem, antisemitischem oder fremdenfeindlichem Hintergrund, gehören zum Alltag in vielen deutschen Kommunen – auch hessische Gemeinden sind davon immer wieder betroffen. Und vielerorts reagieren die Menschen vor Ort hilflos auf solche Situationen.

Um solche Konflikte angemessen bewältigen zu können, bietet das „beratungsNetzwerk hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus“ eine schnelle und fundierte Beratungshilfe an. Zu den Aufgabengebieten gehören: Forschungsarbeiten (Sicherstellung der Dokumentation und Selbstevaluation, wissenschaftliche Analyse der Beratungsprozesse) und seit 1. Januar 2011 die Leitung der Landeskoordinierungsstelle des Beratungsnetzwerks.

Evaluation des Modellprojekts „Sport und Flüchtlinge“ (2014)

Das Projekt „Sport & Flüchtlinge“ der Sportjugend Hessen verfolgt das Ziel, die Möglichkeiten und Grenzen von Sportvereinen bei der Integration von Flüchtlingen und der Gestaltung einer so genannten „Willkommenskultur“ auszuloten. Das Projekt hatte einen
Förderzeitraum von 07.10.2014 -31.12.2014 und wurde als Modellprojekt im Themencluster „Zusammenleben in der Integrationsgesellschaft“ durch das Bundesprogramm „Toleranz
Fördern – Kompetenz Stärken“ beim Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.
Das Modellprojekt „Sport und Flüchtlinge“ fokussiert auf die Potentiale örtlicher Sportvereine für die Schaffung einer Willkommenskultur ebenso wie auf die Bearbeitung möglicher
hinderlicher Ressentiments im Vereinsgeschehen. Folgerichtig werden als Hauptziele im Modellprojekt formuliert:

  • Sportvereine dabei zu unterstützen, einen zentralen Integrationsbeitrag im Rahmen einer
    lokalen Willkommenskultur zu leisten und
  • Ressentiments von Vereinsmitgliedern gegenüber Flüchtlingen vorzubeugen.

Rote Linie – Hilfen zum Ausstieg vor dem Einstieg (2009-2014)

Projektleitung und wissenschaftliche Begleitung für das Modellprojekt; mehr

Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie (2009-2010, abgeschlossen)

Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts „Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie“ der deutschen Jugendfeuerwehr, gefördert durch das Bundesprogramm „kompetent. für Demokratie“; mehr…[ Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie

Die Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) hat sich im Rahmen des Modellprojektes „Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie“ mit Rechtsextremismus und mit Maßnahmen zur Förderung von Demokratielernen befasst. Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert und hatte eine Laufzeit vom 01.10.2008 bis zum 31.12.2010.

Das Projekt bestand aus den Säulen bzw. Modulen „Bildung“ (Ausbildungsmodul Jugendleitercard „JuLeiCa“) und „Kommunikation“ („Klingelknopf“). Mit dem entwickelten „Bildungsmodul“ sollten Multiplikatoren (Jugendfeuerwehrwarte, Betreuer) im Rahmen der JuLeiCa im Umgang mit Rechtsextremismus ausgebildet und geschult werden, „um selbständig und verantwortungsvoll auf undemokratische Aktivitäten in ihren örtlichen Strukturen zu reagieren“. Das Klingelknopf-Modul hatte den Anspruch ein innerverbandliches Unterstützungssystem nach Vorkommnissen mit fremdenfeindlichen und/oder rechtsextremen Hintergrund in der Feurwehr anzubieten, ggf. mit Unterstützung von Experten der mobilen Beratung. Zur Website des Projekts „Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie“]

Rechte Jugendcliquen in Hessen (2007, abgeschlossen)

Replikationsstudie zur Erhebung aus dem Jahr 2001; mehr…[ Forschungsprojekt: Rechte Jugendcliquen in Hessen

Zusammen mit Prof. Dr. Benno Hafeneger führte ich die Replikationsstudie zur gleichnamigen Erhebung aus dem Jahr 2001 durch. Rechte Jugendcliquen sind mit ihrem Stil, ihrer Musik, ihren Protestformen und Einstellungen zu einem Bestandteil der deutschen Jugendkultur geworden. Sie stellen Politik, Zivilgesellschaft und Pädagogik vor Herausforderungen, die für die demokratische Entwicklung, politische Kultur und das soziale Klima des Zusammenlebens von besonderer Bedeutung sind. Die zweite „Hessenstudie 2007“ untersucht erneut nach der ersten Hessenstudie aus dem Jahr 2001 die Erscheinungs- und Handlungsformen von rechten Jugendcliquen und geht der Frage nach, ob es sich um ein episodales oder um ein längerfristiges, sich verstetigendes Phänomen handelt. Dabei wirft die Studie einen besonderen Blick auf politische und pädagogische Reaktionen und Umgangsformen in hessischen Kommunen.

Forschungsprojekt in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Hessischen Städte- und Gemeindetag, Hessischer Städtetag, Hessischer Landkreistag; 03/2007 – 11/2007]

Ein normales Familienleben (2004-2007, abgeschlossen)

Interaktion und Kommunikation zwischen „rechten“ Jugendlichen und ihren Eltern; mehr…[ Forschungsprojekt: Ein normales Familienleben

Interaktion und Kommunikation zwischen „rechten“ Jugendlichen und ihren Eltern

In der öffentlichen Diskussion über rechtsextremistische Einstellungen bei Jugendlichen sind die Schuldigen schnell ausgemacht: Sowohl die Ursachen als auch die Lösungskompetenz werden häufig im Elternhaus gesucht. Tatsächlich liegen zahlreiche Forschungsbefunde dazu vor, welchen Beitrag die Familie in der politischen Sozialisation leistet. Allerdings bestehen kaum Kenntnisse darüber, wie innerhalb der Familie mit einer bereits vorhandenen „rechten“ Orientierung eines Jugendlichen umgegangen wird: Welche Rolle spielt die Übereinstimmung zwischen Eltern und Jugendlichen in den politischen Einstellungen? Treten Konflikte zwischen Jugendlichen und ihren Eltern auf und wie sehen dabei elterliche Interventionsstrategien aus? Welchen Einfluss können (und wollen) Eltern im Vergleich zu anderen Sozialisationsagenten in einer Phase der Loslösung überhaupt ausüben?

Ausgehend von Untersuchungen verschiedener theoretischer Konzepte zum Sozialisationsort Familie und zu Rechtsextremismus werden in dieser Studie anhand der Analyse von qualitativen Interviews mit rechtsorientierten Jugendlichen und Eltern verschiedene „typische“ Räume der familialen Interaktion und Kommunikation untersucht und miteinander verglichen.

Dissertationsprojekt im Rahmen des Graduiertenkollegs „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ der Universitäten Marburg und Bielefeld; 02/2004 – 03/2007]